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[Experimente] Posts

[Experiment] 10 Tage im Exil – Eine ungewöhnliche Reise im dunklen Bildersaal meiner Seele

[Experiment] 10 Tage im Exil – Eine ungewöhnliche Reise im dunklen Bildersaal meiner Seele

Prolog

Die Morgenluft ist kühl, die Umgebung leer und verlassen aber dennoch erfüllt von dieser anziehenden Energie, die eine erstaunliche Neugier in mir weckt. 

Mein Atem ist ruhig und gleichmäßig, das einzige was ich erkennen kann ist ein dunkles, verschwommenes Bild, welches vor mir schimmert. Für einen kurzen Moment ist alles leer um mich herum, doch schon im nächsten wird diese unbeschreibliche Leere schlagartig von einem Ansturm schwer erkennbarer Substanzen gefüllt. Die Gewalt dieser Erscheinungen hindert mich daran, zu erkennen ob es sich um Menschen, Gegenstände, Pläne, Erinnerungen, Sorgen, Schmerzen oder gar Ängste handelt. All diese Dinge zeigen sich in einer unbekannten Form und ziehen mit einer außergewöhnlichen Geschwindigkeit an mir vorbei. Diese Bilder verwirren und verwundern mich zugleich, denn ich habe sie vorher noch nie in dieser Intensität gesehen. Es fühlt sich an wie ein Sturm, der abwechselnd nachlässt und wieder entfacht.

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[Experiment] Trampen und seine Lehren

[Experiment] Trampen und seine Lehren

In den letzten Jahren habe ich viel über das Thema Trampen gelesen und gehört. Der Gedanke, dass man innerhalb von ein paar Sekunden die Entscheidung trifft, sich gegenseitig zu vertrauen, gefiel mir. Hinzu kommt die besondere Erfahrung, dass man sich beim Trampen von den Faktoren Zeit und Entfernung lösen kann. Anders als das konventionelle Reisen, sind diese zwei Faktoren eine Unbekannte. Ankunftszeit und Strecke sind nicht definierbar. Nur den Zielort kann man als Variable festlegen. Mich hat diese Erfahrung besonders angezogen, weil die perfekte Planung in unserer modernen Gesellschaft viel zu fest verankert ist und wir somit den Umgang mit unerwarteten oder unplanbaren Situationen schwer bewältigen können. Geduld, Ruhe, Intuition und Improvisation bleiben oft auf der Strecke. Übrig bleibt ein eher Roboter-haftes Verhalten.

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[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

Eine penetrante Stille und endlose Stunden stehen vor mir… Es ist die Zeit, ein weiteres Mal Abschied zu nehmen. Meine zwei Freunde und Begleiter müssen nach Deutschland zurück fahren. 19 Tage sind wir insgesamt zusammen gereist. Jeden Tag und jede Stunde hielten wir zusammen und haben uns auf einfache Art und Weise eine unvergessliche Zeit gestaltet. Für mich bedeut dies den Start in meinen Solo Trip.  Das Dorf Dalen in der Region Telemark ist meine nächste Station. Es ist kein besonderer Ort, aber vom ersten Moment an fühlte ich mich von dieser Region angezogen. Bye bye Josef, bye bye Martina. Danke für die unvergesslichen Momente mit euch!

…es sind nun 6 Tage vergangen seitdem die Beiden weg sind und ich befinde mich immer noch in Dalen. Hier bin ich Umgeben von den Bergen und meine tägliche Musik ist das fließende Wasser vom Fluss. Die Tage sind lang und ruhig und die Nächte sind kalt und oft nass. Tagsüber bewundere ich die Konturen der Berge und suche Ablenkung in der minimalen Bewegung der Bäume, die durch den oftmals starken Wind ausgelöst wird. Zur Abwechslung ziehen Wolken vorbei und bringen einen kurzen Schauer mit sich. Aus meinem Zelt wird ein Käfig, wenn die Wolken zu viel Wasser mit sich tragen.

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