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[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

Eine penetrante Stille und endlose Stunden stehen vor mir… Es ist die Zeit, ein weiteres Mal Abschied zu nehmen. Meine zwei Freunde und Begleiter müssen nach Deutschland zurück fahren. 19 Tage sind wir insgesamt zusammen gereist. Jeden Tag und jede Stunde hielten wir zusammen und haben uns auf einfache Art und Weise eine unvergessliche Zeit gestaltet. Für mich bedeut dies den Start in meinen Solo Trip.  Das Dorf Dalen in der Region Telemark ist meine nächste Station. Es ist kein besonderer Ort, aber vom ersten Moment an fühlte ich mich von dieser Region angezogen. Bye bye Josef, bye bye Martina. Danke für die unvergesslichen Momente mit euch!

…es sind nun 6 Tage vergangen seitdem die Beiden weg sind und ich befinde mich immer noch in Dalen. Hier bin ich Umgeben von den Bergen und meine tägliche Musik ist das fließende Wasser vom Fluss. Die Tage sind lang und ruhig und die Nächte sind kalt und oft nass. Tagsüber bewundere ich die Konturen der Berge und suche Ablenkung in der minimalen Bewegung der Bäume, die durch den oftmals starken Wind ausgelöst wird. Zur Abwechslung ziehen Wolken vorbei und bringen einen kurzen Schauer mit sich. Aus meinem Zelt wird ein Käfig, wenn die Wolken zu viel Wasser mit sich tragen. Ich bin allein hier und fühle mich oft einsam, aber gleichzeitig werde ich von meinen Gedanken, Ideen und neuen Inspirationen begleitet. Ein einfacher Spaziergang durch die Natur kann in solchen Momenten zu einem unglaublichen Erlebnis werden. Es ist das Rauschen des Flusses, das Zwitschern der Vögel und das leichte Pfeifen des Windes in meinen Ohren, was diesen Spaziergang so besonders macht. In diesem Fall ist es keine spannende Touristenattraktion, sondern die einfache Natur, die mich begeistert. Für diejenigen, die in der Stadt leben, hört sich das vielleicht total langweilig an. Wenn ich ehrlich sein soll, ist es das auch oft, aber genau darum geht es mir: Mich zu langweilen und mit der Stille konfrontiert zu werden. Zu sehr werden wir in der Stadt von überflüssigen Reizen und unwichtigen Dingen abgelenkt. Für viele von uns ist das die einzige Flucht vor unseren Sorgen und Gedanken. An dieser Stelle möchte ich einen Auszug aus meine persönlichen Notizen mit euch teilen:

“Es ist 20 Uhr und ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Es ist nicht die Motivation die uns auf den Beinen hält, sondern es ist die Verantwortung, die uns dazu verpflichtet. Wir sind nicht auf der Suche nach dem Glück, sondern dabei das  Leben Tag für Tag abzuleben. Die konventionellen Methoden des Eskapismus sind ein gutes Buch, eine platte, aber unterhaltende Fernsehsendung, oder die endlosen Weiten des Internets. Stundenlang könnten wir damit verbringen, einer dieser Beschäftigungen nachzu gehen, um Spaß zu haben, um uns abzulenken; viel wichtiger aber, um den stillen Minuten und Gedanken, die uns penetrant an unsere Verpflichtungen erinnern, zu entkommen.”

Eine Konfrontation mit der Natur ist oft eine Konfrontation mit sich selbst. Oft entwickelt sich das jedoch zu einer Herausforderung. Wir werden von Langeweile, oder unangenehmen Gedanken geplagt. In einer Entertainment-Gesellschaft hat sich etwas ganz natürliches zu etwas kaum ertragbaren, gar fremden entwickelt. Auch mich hat diese Stille herausgefordert aber letztendlich konnte ich darin neue Inspiration und Freude finden.

Wie geht’s Du mit Stille um?

 

Edited by Amanda Pescadora

 

[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

[Experiment] Die stillen Stunden in Dalen – Eine Konfrontation mit der Natur

Eine penetrante Stille und endlose Stunden stehen vor mir… Es ist die Zeit, ein weiteres Mal Abschied zu nehmen. Meine zwei Freunde und Begleiter müssen nach Deutschland zurück fahren. 19 Tage sind wir insgesamt zusammen gereist. Jeden Tag und jede Stunde hielten wir zusammen und haben uns auf einfache Art und Weise eine unvergessliche Zeit gestaltet. Für mich bedeut dies den Start in meinen Solo Trip.  Das Dorf Dalen in der Region Telemark ist meine nächste Station. Es ist kein besonderer Ort, aber vom ersten Moment an fühlte ich mich von dieser Region angezogen. Bye bye Josef, bye bye Martina. Danke für die unvergesslichen Momente mit euch!

…es sind nun 6 Tage vergangen seitdem die Beiden weg sind und ich befinde mich immer noch in Dalen. Hier bin ich Umgeben von den Bergen und meine tägliche Musik ist das fließende Wasser vom Fluss. Die Tage sind lang und ruhig und die Nächte sind kalt und oft nass. Tagsüber bewundere ich die Konturen der Berge und suche Ablenkung in der minimalen Bewegung der Bäume, die durch den oftmals starken Wind ausgelöst wird. Zur Abwechslung ziehen Wolken vorbei und bringen einen kurzen Schauer mit sich. Aus meinem Zelt wird ein Käfig, wenn die Wolken zu viel Wasser mit sich tragen. Ich bin allein hier und fühle mich oft einsam, aber gleichzeitig werde ich von meinen Gedanken, Ideen und neuen Inspirationen begleitet. Ein einfacher Spaziergang durch die Natur kann in solchen Momenten zu einem unglaublichen Erlebnis werden. Es ist das Rauschen des Flusses, das Zwitschern der Vögel und das leichte Pfeifen des Windes in meinen Ohren, was diesen Spaziergang so besonders macht. In diesem Fall ist es keine spannende Touristenattraktion, sondern die einfache Natur, die mich begeistert. Für diejenigen, die in der Stadt leben, hört sich das vielleicht total langweilig an. Wenn ich ehrlich sein soll, ist es das auch oft, aber genau darum geht es mir: Mich zu langweilen und mit der Stille konfrontiert zu werden. Zu sehr werden wir in der Stadt von überflüssigen Reizen und unwichtigen Dingen abgelenkt. Für viele von uns ist das die einzige Flucht vor unseren Sorgen und Gedanken. An dieser Stelle möchte ich einen Auszug aus meine persönlichen Notizen mit euch teilen:

“Es ist 20 Uhr und ein anstrengender Tag liegt hinter uns. Es ist nicht die Motivation die uns auf den Beinen hält, sondern es ist die Verantwortung, die uns dazu verpflichtet. Wir sind nicht auf der Suche nach dem Glück, sondern dabei das  Leben Tag für Tag abzuleben. Die konventionellen Methoden des Eskapismus sind ein gutes Buch, eine platte, aber unterhaltende Fernsehsendung, oder die endlosen Weiten des Internets. Stundenlang könnten wir damit verbringen, einer dieser Beschäftigungen nachzu gehen, um Spaß zu haben, um uns abzulenken; viel wichtiger aber, um den stillen Minuten und Gedanken, die uns penetrant an unsere Verpflichtungen erinnern, zu entkommen.”

Eine Konfrontation mit der Natur ist oft eine Konfrontation mit sich selbst. Oft entwickelt sich das jedoch zu einer Herausforderung. Wir werden von Langeweile, oder unangenehmen Gedanken geplagt. In einer Entertainment-Gesellschaft hat sich etwas ganz natürliches zu etwas kaum ertragbaren, gar fremden entwickelt. Auch mich hat diese Stille herausgefordert aber letztendlich konnte ich darin neue Inspiration und Freude finden.

Wie geht’s Du mit Stille um?

 

Edited by Amanda Pescadora

 

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