Menu

A

|

A

[Reflexionen] Freiheit fühlen

[Reflexionen] Freiheit fühlen

Seit dem 4. August letzten Jahres bin ich nun schon unterwegs, habe Länder wie Norwegen, Indien, Thailand, Vietnam, Brasilien und Bolivien bereist und dabei jede Menge wertvolle Erfahrungen sammeln können. Während meiner Reise war ich sehr lange auf der Suche nach dem Gefühl von Freiheit und dieses Wochenende konnte ich es endlich in höchster Intensität spüren.

Ein simpler Motorradausflug mag vielleicht für viele nach nichts außergewöhnlichem klingen, aber umso mehr begeistert mich, wie sehr er mich inspiriert hat. Als ich diese Reise begann hatte ich weder einen Motorrad- noch einen Autoführerschein. Wenn ich ehrlich sein soll hat mich das nie gestört und ich habe ihn auch nie gebraucht, aber diesen Samstag bin ich stolz mit meinem Schein in der Tasche gefahren. Letztendlich hat mich aber nicht die Tatsache dass ich einen Führerschein habe frei fühlen lassen und diese Erfahrung so besonders gemacht – das wäre zu spezifisch und materialistisch. Freiheit ist für mich nichts Bestimmtes oder gar etwas was man besitzen kann, denn sie kann keinen Dauerzustand haben. Freiheit ist etwas wonach man strebt und etwas was nur von jedem einzelnen erkämpft werden kann – tagtäglich!

Als ich mit 80km/h durch das Altiplano von La Paz gefahren bin, spürte ich wie der Wind an mir vorbei rauschte, der Lenker wegen der Unebenheiten der Straße vibrierte, sah wie die Landschaft mit höchster Geschwindigkeit an mir vorzog und fühlte mich frei. Ich musste mit allen Sinnen dabei sein um die Maschine zu kontrollieren und sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wurde mir klar, dass meine Freiheit in meinen Händen lag. Dieser Augenblick der Freiheit verbildlichte mir, dass wir Fahrer von unserem eigenen Leben sind. Der Lenker liegt in unseren Händen und ähnlich wie wir beim Motorrad- oder Autofahren die Richtung bestimmen, können wir es auch mit unserem eigenen Leben tun. Jede Richtung die wir in unserem Leben einschlagen, ist nichts anderes als eine getroffene Entscheidung und ausgeführte Aktion, die wiederum in Augenblicken von Freiheit resultieren kann. Ich glaube auch, dass es im Alltag schwierig ist sich immer zu 100% frei zu fühlen, denn Verantwortung und Verpflichtungen schränken dieses Gefühl ein. Der Lenker liegt jedoch in unseren Händen und solange wir nach Freiheit streben und die Richtung wechseln wenn es sich notwendig anfühlt, werden wir immer wieder kurze Augenblicke der Freiheit finden, fühlen und genießen können.

 

Edited by Amanda Pescadora

[Reflexionen] Freiheit fühlen

[Reflexionen] Freiheit fühlen

Seit dem 4. August letzten Jahres bin ich nun schon unterwegs, habe Länder wie Norwegen, Indien, Thailand, Vietnam, Brasilien und Bolivien bereist und dabei jede Menge wertvolle Erfahrungen sammeln können. Während meiner Reise war ich sehr lange auf der Suche nach dem Gefühl von Freiheit und dieses Wochenende konnte ich es endlich in höchster Intensität spüren.

Ein simpler Motorradausflug mag vielleicht für viele nach nichts außergewöhnlichem klingen, aber umso mehr begeistert mich, wie sehr er mich inspiriert hat. Als ich diese Reise begann hatte ich weder einen Motorrad- noch einen Autoführerschein. Wenn ich ehrlich sein soll hat mich das nie gestört und ich habe ihn auch nie gebraucht, aber diesen Samstag bin ich stolz mit meinem Schein in der Tasche gefahren. Letztendlich hat mich aber nicht die Tatsache dass ich einen Führerschein habe frei fühlen lassen und diese Erfahrung so besonders gemacht – das wäre zu spezifisch und materialistisch. Freiheit ist für mich nichts Bestimmtes oder gar etwas was man besitzen kann, denn sie kann keinen Dauerzustand haben. Freiheit ist etwas wonach man strebt und etwas was nur von jedem einzelnen erkämpft werden kann – tagtäglich!

Als ich mit 80km/h durch das Altiplano von La Paz gefahren bin, spürte ich wie der Wind an mir vorbei rauschte, der Lenker wegen der Unebenheiten der Straße vibrierte, sah wie die Landschaft mit höchster Geschwindigkeit an mir vorzog und fühlte mich frei. Ich musste mit allen Sinnen dabei sein um die Maschine zu kontrollieren und sie in die gewünschte Richtung zu lenken. Dabei wurde mir klar, dass meine Freiheit in meinen Händen lag. Dieser Augenblick der Freiheit verbildlichte mir, dass wir Fahrer von unserem eigenen Leben sind. Der Lenker liegt in unseren Händen und ähnlich wie wir beim Motorrad- oder Autofahren die Richtung bestimmen, können wir es auch mit unserem eigenen Leben tun. Jede Richtung die wir in unserem Leben einschlagen, ist nichts anderes als eine getroffene Entscheidung und ausgeführte Aktion, die wiederum in Augenblicken von Freiheit resultieren kann. Ich glaube auch, dass es im Alltag schwierig ist sich immer zu 100% frei zu fühlen, denn Verantwortung und Verpflichtungen schränken dieses Gefühl ein. Der Lenker liegt jedoch in unseren Händen und solange wir nach Freiheit streben und die Richtung wechseln wenn es sich notwendig anfühlt, werden wir immer wieder kurze Augenblicke der Freiheit finden, fühlen und genießen können.

 

Edited by Amanda Pescadora

No Comments

Leave a Comment

Please be polite. We appreciate that.
Your email address will not be published and required fields are marked.